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Bolivien

 

 

Pater

Erich Williner

 

 

Projekt 1.A

Kinderdorf

 

 

Projekt 1.B

Lehrlingswerk- stätte

 

 

Projekt 1.C

Mikrospital

 

 

Projekt 1.D

Gefängnisse

 

 

 

 

P A T E R   E R I C H

 

 

 

 

Erich Williner wurde 1933 in Grächen geboren. Nach dem Abschluss der Matura am Kollegium in Brig studierte er Theologie und wurde zum Priester geweiht. Nachdem er einige Jahre als Priester in Zermatt tätig war, wurde er von der Kirche als Gefängnispriester nach Bolivien berufen.

In Bolivien hat Pater Erich bald einmal erkannt wie schlimm es um die Bevölkerung in diesem Land steht. Vorallem die Armut der Strassenkinder und die menschenunwürdigen Zustände in den Haftanstalten haben ihn dazu bewogen neben seiner Aufgabe als Gefängnisseelsorger auch noch andere Tätigkeiten zu übernehmen. So hat er in den ersten Jahren in Bolivien versucht, eine Mission im Urwald in der Nähe von Cochabamba einzurichten. Dieses Unterfangen scheiterte leider am Widerstand der Drogenmafia, die in Bolivien über sehr viel Macht verfügt.

Pater Erich musste nach Cochabamba zurückkehren und nahm hier ein weiteres Projekt in Angriff. Er baute ein kleines Kinderdorf auf, dass den Kindern von der Strasse ein Zuhause und den Zugang zu einer anständigen Ausbildung verschaffen sollte. Geschützt von einer hohen Betonmauer hat er hier in den letzten Jahren Wohnungen, Schulräume sowie Spiel- und Sportplätze für rund 350 Kinder gebaut. Er integriert auch die inhaftierten Eltern der Kinder in sein Projekt, indem er diese mit Kleidern und Nahrung in den Gefängnissen versorgt. In vielen Haftanstalten in Bolivien werden weder Kleider noch Mahlzeiten ausgegeben. Für die Versorgung der Gefangenen sind ihre Angehörigen verantwortlich. Die Gefangenen werden an speziellen Anlässen auch in das Kinderdorf eingeladen. So z.B. bei Firmungen, Taufen oder ähnlichen Anlässen.

Zusätzlich zur schulischen Grundausbildung und eines Abitur-Abschlusses will Pater Erich seinen Schützlingen nun die Gelegenheit für eine handwerkliche Ausbildung bieten. Aus diesem Grund sucht er zur Zeit Institute mit Lehrlingswerkstätten. Da dies in Bolivien nicht einfach ist, hat er beschlossen, auf dem Areal des Kinderdorfes einige Gebäude zur Ausbildung von Handwerkern zu erstellen. Mit dem Bau dieser Häuser hat Pater Erich im Februar 2003 begonnen.

Neben dem Kinderdorf in Cochabamba hat Pater Erich tief im Dschungel in „Moleto“ eine Pfarrei aufgebaut, die er als Seelsorger betreut und sozial unterstützt. In diesem Dorf will er in der nächsten Zeit ein Mikrospital bauen und einrichten, um den dortigen Menschen aus dem Tiefland und dem Hochland ein Minimum an Gesundheit gewährleisten zu können. In der Gegend von „Moleto“ wurde er von verschiedenen Gemeindeautoritäten angefragt, ob er den Bau von Gotteshäusern unterstützen könne.

Es wird ihm also auch in Zukunft nicht an Projekten fehlen.