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Grächen / Gampel / La Paz-Bolivien / Im Sommer 2003
wurde der Verein "Only one world" in Grächen gegründet. Das Ziel
des Vereins besteht darin, Menschen aus der Dritten WeIt zu unterstützen. "Wir
kön- nen nicht
tatenlos zu- sehen, wie Millionen von Menschen auf dieser Welt unter menschenun- würdigen Bedingungen dahinsiechen müssen", erklärt Gilbert
Truffer vom Verein "Only one world".
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"Unser Verein hat die Vision, dass eine
gerechtere Welt möglich ist." Man nimmt Gilbert Truffer sein Enga- gement ab. Der Jung-
unternehmer hat auf einer
Ferienreise durch Kuba zum ersten Mal gesehen, unter welch schwierigen
Bedingun- gen die Menschen dort ihr tägliches Leben meistern müssen. "Das
Schicksal dieser Menschen, und wie sie damit versuchen fertig zu werden
hat mich seither nicht mehr losgelassen." Auf
der Home- page des Vereins, unter www.onlyoneworld.ch. wird mit klaren Worten
beschrie ben, wie mangelhaft das Engagement in den reichen Ländern des
Westens ist: "Die Bequemlichkeit und Gleich- gültigkeit unserer Ge sellschaft
in der westlichen Welt ist erschreckend ange- sichts der Lage vieler Men-
schen
in der Dritten Welt. Unter dem Deckmantel der Hilflosigkeit lassen wir uns
zum Wegschauen verleiten. Wegschauen ist der ein- fachste Weg, er verurteilt,
Millionen von Menschen gnadenlos zum Tod. Er ist ein
Armutszeugnis der so- genannten zivilisierten Welt. Die Ausbeutung der Dritten Welt findet seit
Jahr- hunderten statt. Menschen wurden und werden ver- sklavt,gedemütigt,
miss- handelt und ausgebeutet. Die Industrieländer rauben
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Einheimische
Arbeiter im bolivianischen Cochabamba beim Beladen eines Anhängers mit
Steinblöcken, die für den Bau der Lehrlingswerkstätten in Pater Williners
Kinderdorf benötigt werden.
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den
Entwicklungsländern die Rohstoffe. Dies führt zu Armut, Menschenhandel,
Prostitution. Der Zwischen- handel erzielt die grossen Gewinne!"
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"Unsere
Welt ist ungerecht"
'Nach Meinung von Gilbert Truffer und seinen Vereinskollegen
muss nun endlich etwas getan werden gegen die Ungerechtigkeiten in dieser
Welt. "Wir kommen alle irgendwann auf die Welt, um nach ein paar
Jahrzehnten auf dieser Erde die Welt durch den Tod wieder zu verlassen. Warum
sollen dann zwischen diesen zwei Ereignissen einige Menschen mehr Rechte haben
als andere?", fragt sich Truffer. "Menschen, die in absoluter Armut
leben müssen, sind meist nicht selber schuld, dass sie im Elend versinken.
Sie leiden unter korrupten Regierun- gen und unter fremden Grosskonzernen, die
ihr Land dank höriger Regierung- schefs ausplündern dürfen." Gilbert
Truffer ist über- zeugt,
dass die reiche westliche Welt die Ver- antwortung für die in Armut lebenden
Menschen
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übernehmen
muss. "Religion und ethnische Zugehörigkeit dürfen
dabei keine Rolle spielen."
Unterstützung
für Pater Erich Williner
Eines
der Projekte, die der Verein "Only one world"
unterstützt, ist dasjenige des Grächner Paters Willinter
im bolivianischen Cochabamba. Dort hat Pater Williner
im Laufe der letzten Jahrzehnte ein Kinderdorf aufgebaut
und damit vielen Kindern, die zuvor auf der Strasse
gelebt haben, ein Zuhause und den Zugang zu einer anständigen
Aus- bildung gegeben. Geschützt von einer hohen Betonmauer
hat er in Cochabamba Wohnungen, Schulräume sowie Spiel-
und Sport- plätze für rund 350 Kinder gebaut. Zur schulischen
Ausbildung möchte Pater Williner nun auch noch die handwerkliche
anbieten können. Im Februar dieses Jahres hat er darum
begonnen, Lehrlingswerk- stätten zu bauen. An Geld mangelt
es natürlich immer. Aber auch geeignete Ma- schinen
und Werkzeuge nimmt der Pater dankbar entgegen. Der
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Verein
"Only one world" sammelt die Gaben und schickt
sie nach Bolivien. Gilbert Truffer: "Wir können
alles gebrauchen, was zur Ein- richtung dieser
Werkstätten dient. Die Maschinen können gebraucht sein,
müssen aber den gängigen Sicherheits- vorschriften entsprechen."
Der Aufbau eines kleinen Spitals bildet den zweiten
Schwer- punkt der Arbeit von Pater Williner "Für
dieses Projekt suchen wir medizinische Geräte und Einrichtungen,"
erklärt Gilbert Truffer.
Materialspenden
werden in Gampel zwischengelagert (Tel. 079 417 49 60,
Gilbert Truffer). Für Geldspenden hat der Verein ein
Konto eingerichtet:
Walliser
Kantonalbank, "Only one world", 3954 Gampel,
PC-Konto 19-81-6
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